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Willkommen! An der Angel befinden sich neben alltäglichen Betrachtungen zu besonderen Ereignissen diesmal auch einige Texte rund ums Essen.

Essen ist überlebensnotwendig und gehört somit zum Alltäglichen - egal, wo man sich gerade aufhält. Essen kann aber auch zu etwas ganz Besonderem mutieren. Das tut es seit Jahrtausenden und in allen Kulturen. Herausragende Ereignisse wurden und werden mit einem festlichen Mahl begangen. 

Aber auch ohne besonderen Anlaß kann das alltägliche Mahl zu einem täglichen Höhepunkt werden: Krönung eines anstrengenden Tages, zum Ausklang nach getaner Arbeit, aus Freude am Zusammensein mit seinen Lieben. 

Highlight mit Stampfkartoffeln und Spiegelei sozusagen! 

 

Dazu mein Vorschlag: Man nehme eine festkochende Sorte. (Neue Kartoffeln eignen sich nicht so gut. Sie sollten schon etwas in die Monate gekommen sein.)

Los gehts mit Kartoffeln schälen, vierteln, in Salzwasser gar kochen, Wasser abgießen. Dann die Kartoffeln mit einer Mischung aus frischem Dill, geriebenem 🧄Knoblauch, Salz, Olivenöl und 🥛Milch übergießen und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Es können durchaus einige Kartoffelstückchen bleiben, muß nicht alles fein püriert werden. Ein paar Minuten zugedeckt durchziehen lassen! Dazu: 🍳 unbedingt Spiegeleier - was sonst!? Ein echtes Highlight!!

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Buchempfehlungen zum Thema:

Nigel Slater: Tender | Obst : Vom Apfel bis zur Weintraube

Gebundene Ausgabe - 608 Seiten  (DuMont)

Anbau, Pflege, Varietäten und Rezepte für 23 Obstsorten. Nigel Slater ist einer der bekanntesten Food-Journalisten der Welt - und man staunt über seine raffinierten Rezepte, mit denen er zurück zum Wesentlichen kommt: Wenig Zutaten, keine komplizierte Küche - aber durch die Art der sehr sorgfältigen Zubereitung mit passenden Begleitern garantieren die Rezepte ein Höchstmaß an Geschmackserlebnis! Man mag ja einen Apfel durchaus für etwas „Alltägliches“ halten; Slaters wunderbare Apfel-Kreationen sind aber etwas ganz Besonderes. Sie lesen sich auch höchst poetisch, man nehme nur seine Ausführungen zum „Üppigen Apfel-Crumble“ als Beispiel! Slater sagt dazu:

„Ein wichtiger Teil des bis in die Zehenspitzen freudemachenden Kochens ist das ständige Optimieren eines geliebten Rezepts, und das gilt bei mir für keines so sehr wie für den Apfel-Crumble.“ (S.55 | Apfel)

Die Fotografien von Jonathan Lovekin machen zusätzlich Appetit und motivieren zum Kochen! Gerade das richtige Buch für Frühling und Sommer und genug Zeit, in der Küche kreativ zu werden.

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Nigel Slater: Tender | Gemüse : Von der Aubergine bis zur Zwiebel

Gebundene Ausgabe - 624 Seiten  (DuMont)

»Der Koch Nigel Slater eröffnet neue und sinnliche Wege zum Umgang mit Gemüse: von feinsinnigen Beobachtungen der Pflanze bis zur handfesten Zubereitung und praktischen Rezepten. Die Texte sind so mitreissend, dass man sich wundert, bisher überhaupt ohne dieses Buch gekocht zu haben.«

(GASTRO JOURNAL SCHWEIZ, zitiert nach Produktbeschreibungen/ Pressestimmen auf der Amazon-Plattform.)

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... und ein echter Kai-Jens zu unserem Thema (Hummel Hummel)

Nach coronabedingtem HomeSchooling und HomeOffice nun einige Gedanken zum HomeCooking … von Kai-Jens aus Hamburg

 

Erichs HomeCooking …

Erich kocht nicht so sehr häufig,

Deshalb ist ihm nicht geläufig,

Daß es frisch am besten geht -

nämlich Luft durchs Fenster weht.

 

Ommlett` soll es heute geben.

Erich schlägt aufs Ei  - daneben!

Was passiert? - Es ziert, oh weh

Den Boden teils - und Erichs Zeh.

 

Schwaden wabern durch die Lüfte.

Riechen tut man Zwiebeldüfte.

Erich unverdrossen schneidet

Kartoffeln - während Doris leidet.

 

Die gute Doris liebt es nicht,

Wenn alles so nach Bratfett riecht.

Den Erich stört das eher wenig

Als Koch, das weiß er, ist man König! 

 Im Fernseh’n sieht man unverbrämt

Der Sternekoch, der wird verwöhnt:

Denn was DER tut, ist immer richtig!

(Und alles andre ist nicht wichtig.)

 

So rührt er denn die Eier schaumig

Und pfeift dabei ein Liedchen - launig!

Gießt sich ein Gläschen Rotwein ein

Tut ihn sich einverleiben fein.

 

Kartoffeln, Zwiebeln, Eier drüber,

Und wenn’s lang dauert - umso lieber

wird Erich diese Zeit genießen -

Denn: Rotwein will in Ruhe fließen.

 

Was - sind die Eier schon gebraten?

Kann denn das Ommelett’ nicht warten?

Jetzt ist es fast verbrannt - verflixt!

Drauf noch ein Gläschen schnell und - hicks!

 

So wird das Poem nun geschlossen.

Das Omelette, das wird genossen.

Und wenn uns dieses was gelehrt, 

Dann: eigner Herd ist Goldes wert.


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Erichs Pilz-Pasta für 2

✔️ 1 Dose Champignons, 1. Wahl, blättrig geschnitten

✔️ 2 Schalotten, fein gewürfelt

✔️ 150 g Wachholderschinken, gewürfelt

✔️ 1 TL Butter

✔️ 2 EL fein gewiegte Petersilie

✔️ 2 Knoblauchzehen

✔️ 100 ml süße Sahne

✔️ Salz, Pfeffer, evtl. etwas Bouillon

Champignons und Schalotten in Butter anbraten. Wachholderschinken, Sahne, Kräuter und Gewürze hinzufügen und so lange köcheln lassen, bis die Pasta gar ist.

120 g Orechiette (mehr oder weniger, je nach Appetit) in Salzwasser al dente kochen. Pilzsauce über die Pasta geben. Und als Krönung: Reichlich klein geschnittener Rucola und Parmesanspäne!

🎶 Musik dazu gewünscht? Wie wäre es mit HOME COOKIN' von Junior Walker and the All Stars (1969) - tolles R&B Label 🎶

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Frühlings-Highlight

Ende Februar: erstes Highlight auf einem Frühlingsspaziergang über den Gehrenberg.

Unsere Frage: Was haben wir hier fotografiert?

Schreiben Sie uns - die Antwort (mit Lösung) ist garantiert.

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Schöne Bilder ➼ ➼


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Fotoausstellung von Gerdi und Rolf Scherer 2017

Das Besondere im Alltäglichen war auch ein Thema unserer Fotoausstellung im Rathaus Immenstaad, von März bis Juni 2017.

Aus unserer Pressemitteilung: Unter dem Titel „Ideen und Experimente“ und dem Motto „Warum in die Ferne schweifen“ zeigen Rolf und Gerdi Scherer, Hobby-Fotografen aus Leidenschaft (und aus Immenstaad), eine Auswahl ihrer Bilder. Sie sind in der Umgebung entstanden: Auf der Mainau und im Deggenhausertal, am Landesteg von Immenstaad, beim Spaziergang durch die Obstplantagen oder Touren rund um den See, ins Allgäu oder den Bregenzerwald. Es sind unspektakuläre Motive wie eine sibirische Lilie im Eriskircher Ried, die Friedrichshafener Seaside oder der Blick durchs Fenster auf einen Bus in der Morgendämmerung. „Wir wollen einen kleinen Ausschnitt der unendlichen Möglichkeiten zeigen, die man mit der digitalen Fotografie hat – gerade auch als Laie“, meint Gerdi Scherer. So sind einige Fotos beispielsweise auch mit einem Zeichenprogramm bearbeitet, werden gedruckt auf AluDibond unter Acrylglas – ein dekorativer, gewollter Aspekt der Fotoarbeiten der beiden. Es wird also experimentiert mit Kameraeinstellungen und Druckmedien, Farbe und Licht, Bewegung und Spiegelung. Zur Bearbeitung stehen primär die Adobe-Produkte Lightroom und Photoshop zur Verfügung.

Die Bilder der Ausstellung wollen nicht unbedingt „die Realität“ abbilden. Sie geben eine Stimmung, eine Atmosphäre wieder, sei sie geheimnisvoll leuchtend oder offen strahlend, melancholisch oder heiter, kühl und streng oder fröhlich und farbig. 

Mit einer spannenden Technik – TimePainting nennen es die beiden Hobby-Fotografen – können unspektakuläre Motive zu überraschenden, unerwarteten Ergebnissen führen: „Time Painting ist purer Spaß mit der Kamera, ein Spiel mit Blende und Zeit, ein Gefühl für Farbe und Licht, dann natürlich auch Freude an dekorativen Elementen“, sagt Rolf Scherer, und: „Schön wäre es, mit dem einen oder anderen Fotofreund ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen.“

🔹 Ideen und Experimente - treten Sie ein zur Ausstellung 🔹

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