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Unsere Sommerausgabe ist dem Reisen gewidmet.

Hier geht's zu den Beiträgen in der KreativWerkstatt.

Für alle, der nur eine Tagestour am schönen Bodensee planen, empfehlen wir diese Vorschläge:

fahr mal hin von art-scherer.de

 


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„Wenn jemand eine Reise tut,

so kann er was verzählen.

Drum nehm ich meinen Stock und Hut

und tät das Reisen wählen.“

Matthias Claudius (1740-1815)

Die ältesten Reiseberichte finden sich in der griechischen Antike im 6. Jh. v.Chr. Mit der Entdeckung Amerikas und der Erfindung des Buchdrucks erlebte diese Literaturgattung den Durchbruch: Menschen konnten reisen, ohne sich von der Stelle bewegen zu müssen! Nur lesen mußten sie können.

Es gibt Berichte von tatsächlich erlebten Reisen (Alexander v. Humboldt, Hape Kerkeling …) und welche, die erdacht worden sind ( Jules Verne, Karl May …).  Es gibt nüchterne und abenteuerliche Berichte, solche, die den wissenschaftlichen Aspekt betonen und andere, die die politischen oder sozialen Gegebenheiten zum Gegenstand ihrer Beschreibung machen. Für manche sind Beobachtungen der Landschaft, der Natur und der Menschen wichtig, andere schreiben lieber von ihren persönlichen Empfindungen und Gedanken. Immer geht es um Texte, die dem Reisen und dem dabei Gesehenen und Erlebten, den Begegnungen und den gewonnenen Erkenntnissen, dem Betrachten der Natur und den Menschen gewidmet sind. Es ist dabei im übrigen vollkommen gleichgültig, ob das Reiseziel die Mainau im Bodensee ist oder Fatu-Hiva. eine der Maquesas-Inseln im Pazifischen Ozean,  ob von Aix-la-Chapelle oder Notre-Dame de Paris erzählt wird.

Reiseberichte sind vermutlich die aufregendste Art, Geschichten zu erzählen. 

Der portugiesische Schriftsteller Fernando Pessoa befand: „Das Leben ist, was wir aus ihm machen. Die Reisen sind die Reisenden. Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern was wir sind.“

Viel Spaß also beim Blättern durch die Reiseberichte und Reisefotos, die bis in den Juli hinein ergänzt werden!

Gerdi Scherer, Immenstaad im Juni 2022

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Zwischen den Gipfeln

Reisen kann Aufbruch in neue Welten bedeuten, Eroberung des Unbekannten, Abenteuer.  Verreisen als  besonderes Highlight, Sammeln von Superlativen.  

Wechseln wir die Perspektive: Man nutzt die  „mobilen Endgeräte“ wie Auto oder Flugzeug spärlich, um ans Ziel zu kommen. Die Anfahrt wird auf das Notwendige verkürzt. Es macht mehr Spaß, durch Wald und Feld zu streifen, als in Bus oder Bahn Zeit totschlagen zu müssen, auf verspätete Abfahrten oder fehlende Koffer zu warten …

Beim Gehen kann man wunderbar abschalten, Überflüssiges loslassen und Verlorenes wiederfinden. Das geht so nebenbei. Quasi beim Betrachten der Wolken und der Küchenschellen, dem Begrüßen des Weideviehs und dem Schritte zählen bis zur nächsten Alm mit Speck am Brettl und passendem Dudler. In Coronazeiten auch: Picknick mit Apfel, gekochtem Ei, Salz, Wienerle und Senf. Salz und Senf sind übrigens wirklich wichtig! Jedenfalls beim Wandern. Jedenfalls für uns.

Wir zum Beispiel sind gemütliche Spaziergeher. Die Augen wandern die zehnfache Strecke. Die Tagesleistung bemißt sich nach  der Anzahl der aufgenommenen Fotos. Rein zeitmäßig braucht man dazu länger als auf den Wegweisern angegeben. Das liegt am Schauen und zwischendurch Verschnaufen, an lohnenswerten Ausblicken, am Staunen über das Wetter, über Berge und Täler, Wiesen und Weiden, Seen, Landschaften. Man gewinnt bisher unbekannte Aussichten und vielleicht auch neue Einsichten. Es ist ein wirklich schönes Gefühl, sich mühelos freuen zu dürfen, nichts beweisen und niemanden beeindrucken zu müssen.  Die kilometermäßig entfernt gelegene Welt mit ihren zweifellos sehenswerten Highlights überläßt man anderen.

Sollten wir also auf einer Bergspitze landen, so mit der Seilbahn.  Ansonsten wandern wir zwischen den Gipfeln, zwischen den Highlights - Zwischen den Gipfeln ist Ruh! 

Renée, 2022

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Unser Dutzend für den Herbst

1️⃣ Papa ante Portas (1991)  |  Erfahrungen eines abgehalfterten Managers, von Loriot humorvollst auf Hochglanz gebürstet

2️⃣ Manche mögen’s heiß (1959)  |  Billy Wilders Attacke auf die Lachmuskulatur mit freundlicher Unterstützung eines phantastischen Trios (Marilyn Monroe, Jack Lemmon, Tony Curtis)

3️⃣ Bridge of Spies - Der Unterhändler (2015)  |  Steven Spielbergs spannender Thriller über einen Gefangenenaustausch in Zeiten des Kalten Krieges (mit Tom Hanks)

4️⃣ Der Dritte Mann (1949) |  Carol Reeds überwältigender Schwarz-Weiß-Film aus dem Wien nach dem Zweiten Weltkrieg mit Joseph Cotton und Orson Welles in den Hauptrollen

5️⃣ Odyssee im Weltraum (1968)  |  Stanley Kubrick schickt fünf Wissenschaftler zum Planeten Jupiter und kassiert dafür vier Oscar-Nominierungen

6️⃣ Die 12 Geschworenen (1957)  |  Sidney Lumets außergewöhnlicher Debütfilm über Verantwortung und  Zivilcourage, Schuld und Tod im Stil eines Kammerspiels.

7️⃣ Der Pate (1972)  |  Francis Ford Coppolas genialer Mafiafilm („The Godfather“) mit Marlon Brando und Al Pacino wurde für 11 Oscars nominiert und hält die Spannung bis zur letzten Minute hoch.

8️⃣ Frühstück bei Tiffany (1961)  |  Ein bezauberndes New Yorker Partygirl (Audry Hepburn) auf der Suche nach sich selbst in einem Leben voller Verstrickungen.

9️⃣ Eins - Zwei - Drei (1961) |  Eine atemberaubende Geschichte mit Horst und Lilo und ganz viel Coca Cola, auf die Leinwand gebracht von Billy Wilder („Du darfst nie langweilen!“)

🔟 Terminal (2004)  |  „Haben wir einen Termin?“ Für diesen Film immer! Von Steven Spielberg mit Tom Hanks (aus „Krakosien“)

1️⃣1️⃣ Das Konzert (2009)  |  Ein weltberühmter Dirigent, Leiter des Bolschoi-Orchesters, wird im eigenen Theater als Putzmann eingestellt, weil er sich weigerte, Juden aus seinem Orchester zu entfernen. Doch die Musik bestimmt auch weiterhin sein Leben, wenn auch nicht mehr in Moskau.

1️⃣2️⃣ Billy Eliot - I Will Dance (2000)  |  Der Traum eines Jungen aus einer Bergarbeiterfamilie wird gegen viele Widerstände wahr: als Solist tanzt er in Tschaikowskis Schwanensee. Der Debütfilm von Steven Daldry wird mit Auszeichnungen weltweit geradezu überschüttet.

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Fotobücher

Through A Different Lens: Stanley Kubrick Photographs

Taschen Verlag 2018

April 1945 - ein 17Jähriger fotografiert Straßenszenen in New York. Mit 19 hat er eine Festeinstellung als Fotograf beim Magazin Look. Der Junge mit der Kamera inszeniert nicht selten seine Aufnahmen, will Emotionen zeigen, Geschichten erzählen, Fragen stellen. Zeigt großes dokumentarisches Interesse. Angefangen hat es mit dem 13. Geburtstag, als er eine Graflex Camera vom Vater bekam. 1950 war Schluß. Er sattelte um zum Filmemacher. Bedauernswerter Abschied? 300 Fotos als Anregung für Menschen, die gern Menschen fotografieren.

 

FOTO:BOX. Roberto Koch (Hrsg.)

Dumont 2016

Mit dem Untertitel muß man leben: "Die bekanntesten Fotos der Welt". Der Inhalt jedoch ist wunderbar: Übersichtlichkeit durch durchdachte Gliederung, durchgehend spannende 250 Fotos, samt Interpretation und einem kurzen Lebenslauf der Fotografen.

Was für ein schönes Geschenk, das man sich auch selbst machen sollte.

 

James Rizzi - Das New Yorker Atelier

Art28 (Hrsg.)

"I feel like a kid in a candy store", so ein stets optimistischer, kunterbunter und lustiger James Rizzi. Hier in zahllosen Facetten in seinem New Yorker Atelier vorgestellt mit seinen Bildern: wunderschöner, immer fröhlicher, animierender Pop Art. Ein super Geschenk für jeden, dem man mit Pop Art eine Freude machen kann. Übrigens: auch sein Kalender ist ein echter Hingucker!

 

Gerd Danigels - Schöner unsere Paläste

Lehmstedt 2011

Mit Gerd Danigels Schwarz-Weiß Fotografien taucht der, der jenseits der Mauer wohnte, in eine andere Welt ein. Das zweite Berlin, Hauptstadt der DDR. Menschen in einer anderen Lebenswelt. Hier kann man einiges über den Alltag im real existierenden Sozialismus lernen. Danigel fotografiert zurückhaltend, sucht nicht die Pose, das Arrangement. Er bildet das Leben in beeindruckenden Fotos ab. Etwa wie der junge Stanley Kubrick, der in den ersten Jahren als Street Reporter in New York unterwegs war. Ein Wort: Spannend! 

Auf PHOTOGRAPHIE lohnt es sich, ein Auge zu werfen. Die bekanntesten Fotografen der Welt - in einem Band!


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Für bunte Herbsttage

🍁 Reis Szechuan-Art 🍁

Gemüse und Reis vorbereiten:

1. Paprika - in schmale Streifen schneiden

2. Möhren - in schmale Scheiben schneiden und zuvor mit etwas Öl, Zitronensaft und Honig glasieren 

3. Frühlingszwiebeln oder Lauch - in schmale Ringe schneiden

4. Cashew- Kerne - ohne Fett rösten

5. Erbsen - tiefgekühlt, etwas abbrausen

Basmati-Reis in ausreichend Salzwasser garen, abgießen und auf Tellern verteilen.

Während der Reis kocht: Gemüse 1 bis 3 in sehr heißem Olivenöl anbraten, etwas Weißwein hinzufügen und leicht dünsten, mit Sojasauce, geröstetem Sesamöl und Korianderblättern abschmecken, Erbsen und Cashews hinzufügen und über den Reis geben.

Szechuan-Sauce - kann vorab zubereitet werden

Die folgende Mischung nach Geschmack zusammenstellen, aufkochen und heiß über die Sauce geben. Sie muß dickflüssig sein:

1 EL Stärke in kaltem Wasser auflösen

Fleisch- oder Gemüsebrühe

Sherry hinzufügen.

Abschmecken mit:

Soja-, Terijaki-, oder Poké-Sauce

Sambal Oelek oder Tabasco

Pflaumenmus 

Tomatenmark

etwas Sesam-Öl

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🍁 PATATS BRAVAS 🍁  

… für alle, die gerne Pommes essen, aber zuviel Fett vermeiden wollen …

Kartoffeln waschen, schälen und in Scheiben schneiden (1/2 bis 1 cm dick - Wedges gehen auch). In einen Topf geben und mit viel kochendem Wasser übergießen. Abgießen und abtropfen lassen.

In einer ausreichend großen (beschichteten) Pfanne (die Kartoffeln sollten nicht übereinander liegen, also evtl. lieber dicker schneiden) in wenig sehr heißem Olivenöl zunächst von allen Seiten scharf anbraten. Dann Hitze reduzieren, die Kartoffeln müssen nun garen, sollen aber nicht verbrennen. Das dauert 20 bis 30 Minuten. Immer mal wieder wenden. Und probieren, ob sie schon weich sind.

Am Ende der Garzeit nochmal scharf anbraten, dann werden sie noch knuspriger.

Würzen mit Salz. Auch möglich: während des Bratens etwas weißen Balsamico oder Zitronensaft  dazugeben und/ oder ein Zweig Rosmarin und Knoblauchzehen.

Dazu, wer’s mag, 🍁 Ketchup und Aïoli 🍁 - selbst gemacht! 

Ketchup: Reife, gehäutete Fleischtomaten zusammen mit viel Salbei, etwas Ahornsirup, Essig, Knoblauch, Chili und Gemüsebrühe LANGE einkochen - bis zur  gewünschten Konsistenz. Würzen nach Geschmack.

Mayonnaise (Aïoli): Ca 1/8 l bestes Olivenöl mit 3 Knoblauchzehen, Salz und einem  Esslöffel Senf mit dem Stabmixer emulgieren. Tropfenweise Milch dazugeben, weitermixen, bis eine Creme entsteht. Würzen mit Zitrone, Pfeffer, Kapern, Kräutern. Wenn die Aïoli nicht fest wird, was aus unerfindlichen Gründen immer mal wieder passiert, kann man die Mischung als Basis für eine Salatsauce nehmen und Buttermilch/ Essig/ Gemüsebrühe … dazugeben.

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Feine Herbstküche

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Schöne Bilder aus Immenstaad und der Regio



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