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Auf ein Neues!

Zum Neuen Jahr - Versuch eines Wegweisers

Textangler empfiehlt: Eine Feuerzangenbowle zu Neujahr!

Das große Neujahrsrätsel (Nr. 36)

● Kirchen in der Regio - ein neues Projekt

● Schöne Bilder aus Immenstaad und der Regio

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Zum Neuen Jahr - Versuch eines Wegweisers

Wer sich auf den Weg macht, sollte sein Ziel kennen - es bringt ja nichts, eine Fahrkarte der Deutschen Bahn lösen zu wollen und dem Schalterbeamten (gibt es diesen Berufsstand eigentlich noch?) die Destination zu verschweigen oder neckisch zu sagen: „Raten Sie doch mal!". Laotse, der legendäre chinesische Philosoph des Daoismus (nein, nicht Dadaismus, das kam später) wußte das schon im 6. Jahrhundert vor Christus : „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg." Sein Zeitgenosse Konfuzius allerdings war da ganz anderer Ansicht: „Der Weg ist das Ziel". Wie auch immer: Machen wir uns nunmehr auf denselben, machen wir uns auf ins neue Jahr. Die einen halten es mit dem Motto „mir nach, ich weiß auch nicht, wo's langgeht", die anderen wissen mit Kant „der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewußte gestaltet es". Also einerseits, nicht zu wissen, wo’s langgeht, könnte durchaus ungeahnte Pfade und vielleicht spannende Neuerungen eröffnen. Andererseits: Zielbewußtest Marschieren hat was von effektivem Umgang mit Zeit und Ressourcen. Was aber, wenn sich während des unbeirrbaren Voranschreitens die eigene Perspektive verändert hat, so daß das Ziel gar nicht mehr erstrebenswert ist … ?

Sollten sich Steine auf dem gewählten Pfad befinden, ist das ein wahrer Segen, denn - nach Goethe - kann man daraus auch „Schönes bauen".

Insgesamt gesehen sollte sich aber der Stilbewußte in der Wahl der seines Weges an Jean Paul halten: „Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur". Ja, und außerdem,  so denkt man jedenfalls in China, ist es immer besser, „auf einem unbekannten Weg zu stolpern als auf der Stelle zu treten". Jedenfalls „isch Nohagle koi Schand', liege bleibe aber scho" - das kommt nicht aus dem Chinesischen, sondern aus dem Schwäbischen, nein, nicht von Winfried Kretschmann, sondern von Theodor Heuss.

Ganz, ganz wichtig: Wer was auf sich und seinen gepflegten Individualismus hält, scheut ausgetretene Pfade wie der Teufel das Weihwasser, findet selbstverständlich seinen eigenen Weg - denn „dann kann er von niemandem überholt werden" (sagte Marlon Brando). Daß jede Reise, also auch jeder Weg, „mit dem ersten Schritt beginnt", ist auch aus China. Überhaupt kommen von dort ziemlich viele Weisheiten zu unserem Thema, ist ja auch ein großes Land! Aber nicht vergessen: „Alle Wege führen nach Rom"  ... 

Machen wir uns also auf unseren Weg ins Jahr 2023 - viel Glück und Freude wünschen wir dabei!

G.S. 2023

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Die Feuerzangenbowle

„Kindheitserinnerungen habe ich an die Feuerzangenbowle zur Silvesterzeit.

Den Geruch von karamellisiertem Zuckerhut, den verschiedenen Gewürzen und das Knistern der Flamme auf der Feuerzange haben sich mir eingeprägt.“

 Sagt Elisabeth und schickt uns ihr Silvester Haiku:

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Feuer schmilzt Zucker

der Kessel brodelt und zischt

Neues Jahr! Prosit

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Feuerzangenbowle
Foto Birgit

„Eine Feuerzangenbowle hat es in sich. Nicht wegen des Katers; das ist eine Sache für sich. Eine Feuerzangenbowle ist keine Bowle. Sie ist ein Mittelding zwischen Gesöff und Hexerei. Bier sackt in die Beine. Wein legt sich auf die Zunge, Schnaps kriecht ins Gehirn. Eine Feuerzangenbowle aber geht ins Gemüt. Weich und warm hüllt sie die Seele ein, nimmt die Erdenschwere hinweg und löst alles auf in Dunst und Nebel.“

 

(Heinrich Spoerl: Die Feuerzangenbowle, München Piper 5/2007. Seite 11)


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Das Neujahrsrätsel -  1.1.2023

Was für ein Irrtum!

Ärgern Sie sich über Fehler?  Nun - das sollten Sie nicht, man kann aus ihnen lernen. Jedenfalls privat. Öffentlich zugegeben werden sie oft nicht. Deshalb wiederholen sie sich im Laufe der Zeiten. Es gibt berühmte Fehler, die es bis in die Annalen geschafft haben: So das Danaer-Geschenk, das den Untergang Trojas besiegelte oder der Glaube, die Erde sei eine Scheibe. Und leider hat die Aufklärung auch nicht zur Fehlervermeidung beigetragen. Man könnte ja mal spaßeshalber eine aktuelle Liste der Fehlentscheidungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik zusammenstellen, abends, beim Glühwein, als Gesellschaftsspiel …

Wo waren wir jetzt? Ah ja, unser Rätsel:

Da geht es heute um die größte Fehlentscheidung in der Musikgeschichte. Sie geschah an einem Neujahrstag um 11 Uhr. Allerdings war dieser Tag damals noch kein gesetzlicher Feiertag, jedenfalls nicht in dem Land, in dem sich das Ereignis zutrug. Aber der Reihe nach: Eine Gruppe Musiker erhielt bei einer Plattenfirma einen Vorspieltermin. Zehn Stunden fuhren die vier Männer in einem Kleintransporter mit Roadmanager und Equipment quer durchs Land in die Hauptstadt. Bei Wikipedia liest man dazu folgendes: Es gab pro Song nur einen Take, aufgenommen in Mono. Overdubs wurden nicht produziert und ein Mixdown fand nicht statt.“ Es handelte sich also um eine Art Liveaufnahme. Aber die 15 Songs, die  auf diese Weise in rund einer Stunde aufgenommen wurden, überzeugte die Plattenfirma nicht. Es gab keinen Vertrag. Die offizielle Begründung für die Ablehnung ist mittlerweile legendär und zeugt von einer gigantischen Fehleinschätzung des prognostizierten Musikgeschmacks …

Weitere Plattenfirmen lehnten ab, aber schließlich unterschrieben die Jungs rund ein halbes Jahr später einen Vertrag in einem Tonstudio, das durch den Straßennamen Berühmtheit erlangte. By the way: Edward Elgar machte dieses Studio 1931 weltberühmt mit der Aufnahme von „Land of Hope and Glory“, es war die erste Tonaufnahme in dieser Einrichtung - nur hieß sie damals anders. 

1️⃣  Wie heißen die Musiker, wie heißt die Plattenfirma?

2️⃣  In welchem Jahr fand diese Fehlentscheidung statt?

3️⃣  Wie heißt die offizielle Begründung für die Ablehnung?

4️⃣  Wie heißt das Tonstudio, in dem der Vertrag unterschrieben wurde?

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 ➥➥➥ Schreiben Sie uns - wir sind gespannt!

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Kirchen in der Regio Bodensee - eine unglaubliche künstlerische Vielfalt, Jahrhunderte überdauernde Bauwerke liebevoll gepflegt. Hier ist der Anfang eines Projekts, das uns mit neuen Blickwinkeln durch unsere neue Heimat führt. Bislang besuchten wir St. 0swald und Otmar in Frenkenbach, die St. Silvester Kapelle in Goldbach, St. Jodokus in Immenstaad, die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Kippenhausen, St. Georg in Bermatingen, St. Peter und Paul in Herdwangen, St. Gangolf in Kluftern und die Wallfahrtskirche St. Georg in Limpach.

Hinzu kommen Anfang 2023 Mariä Himmelfahrt in Eriskirchen, die Pfarrkirche "Zu Unserer Lieben Frau" in Mariabrunn, die St. Jacobs-Kapelle in Ahausen und St. Martin in Ittendorf.

Hier sind unsere ersten Ergebnisse: ⛪️ Kirchen in der Regio -1-   ⛪️ Kirchen in der Regio -2-  ⛪️ Kirchen in der Regio -3-

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Unten weitere Fotos - ein Klick ins Bild vergrößert.

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Schöne Bilder aus Immenstaad und der Regio



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