KreativWerkstatt

Rückblick1: Von der Weihnachtsgans

Rückblick2: Vom Schenken

Schenken - Joachim Ringelnatz

Graustufen

● Auf der Suche nach dem verschwundenen Tacho

● Fromme Männer (Rätsel Nr. 37)

● Komödien - von Altmodisch bis Zeitkritisch - UnterhaltungsWert - für lange Winterabende

● Literarischer Bodensee

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Rückblick 1: Von der Weihnachtsgans

Weil unsere Geburtstage in die Adventszeit fallen, stehen wir alle Jahre wieder vor der Wahl:  Entweder laden wir unsere Freunde zu uns ein oder wählen eine gehobenere Variante der regionalen Gastronomie. In diesem Jahr entschieden wir uns für eine gerade renovierte Lokalität in „Übersee“ (so sagt man hier zum gegenüberliegenden Bodenseeufer).

Am Eingang des Restaurants empfing uns ein flinker Mensch, der mit unseren Mänteln hinter einer Tür verschwand; eine streng blickende junge Frau geleitete uns zu einem Tisch in der hintersten Ecke des neuen Gastraumes, aus Gründen der Effizienz offenbar mit doppelt so vielen Sitzplätzen bestückt wie vordem. Man saß also etwas beengt, was bedeutete, daß die Eß- und sonstigen Gewohnheiten am Nachbartisch bestens mitverfolgt werden konnten. Aus unserer Sicht waren das die Duftmarken der doppelten Portion Käs’Spätzle, die gar köstlich harmonierten mit den unsererseits bestellten Gambas. Unser Nachbar ließ sich Zeit mit dem Verzehr, schrieb derweilen auf seinem iPad ein paar Mails, die aufgrund des geringen Abstands unserer beiden Tische mühelos hätten gelesen werden können, wenn man denn gewollt hätte. Umgekehrt verstand unser Nachbar vermutlich jedes Wort unserer Konversation. Wie auch immer: Schnell wurde klar, daß wir gut daran taten, das Personal bei Laune zu halten. Auch und gerade dann, wenn das Tellergericht mit der Weihnachtsgans mit Sauce und Knödeln fast auf dem Schoß einer unserer Gäste gelandet wäre und der Prosecco lauwarm, nicht perlte , sozusagen still war. Ach ja, noch was zu den Gambas: Wir hatten gebeten, sie uns ausgelöst zu servieren. Das geschah auch: Drei der vier bestellten Krebstierchen waren korrekt zubereitet, beim vierten fehlte der Schwanz, dafür gab es den Kopf mit den langen Antennen. Beim Wiener Schnitzel löste sich die Panade nahezu in Gänze vom hauchdünnen Fleisch, der Kartoffelsalat (laut Karte mit Feldsalat und Gurke) stammte ganz offensichtlich aus einem Plastikeimer einer eher durchschnittlichen  Cateringfirma (ohne Feldsalat und Gurke). Sonderwünsche - Salzkartoffeln statt Salat – waren auf dem Weg in die Küche untergegangen, es kamen (wieder aufgewärmte?) Bratkartoffeln. By the way: Der reklamierte Prosecco kam dann perlend, und Madame la Serveuse klärte mich ganz im Vertrauen auf, sie habe einen Eiswürfel reingetan, damit es, wie gewünscht, „blubbert“  ... der regionale Prosecco käme im übrigen ohne „Blubber“ aus, das sei winzerseitig so gewollt.

Als wir gegen 22 Uhr das Lokal verließen, waren die meisten Kellner (unter fröhlichen gegenseitigen Verabschiedungsritualen) schon gegangen. In einem der Nebenräume fanden wir nach einigem Suchen dann auch unsere Mäntel wieder. Alles nicht schlimm – peinlich bei diesen Angeboten ist bloß, daß exklusiver Anspruch und Preise im oberen Segment so gar nicht korrespondieren mit der doch recht durchschnittlichen Qualität und dem peinlichen Service. Aber das stört bloß die Gäste. 

Also:  Wir feiern im kommenden Jahr wieder zuhause!

G.S. 2022

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Rückblick 2: Vom Schenken

Rolf Scherer

Was wäre ein Weihnachtsfest ohne Geschenke?. So wie auch bei meinem Schulfreund Peter. Da hatte der kleine Klaus dem Großvater ein fröhliches, buntes Bild mit den schönsten Herbstblumen gemalt. Die Eltern hielten füreinander sorgfältig verpackte Geheimnisse parat. Jeder hatte für jeden eine kleine oder größere Aufmerksamkeit. Und Elke, Enkel Nummer zwei, konnte schon aufsagen: „Zum Zeichen, daß ich dein gedacht, hab’ ich dir etwas mitgebracht.“ Kleine und große Präsente - zur Freude des Beschenkten wie des Schenkenden. Eine rundum fröhliche Weihnacht.

Das Schenken wird in der Geschäftswelt allerdings nicht ganz so verstanden. Wenn ich zum Beispiel von einem Händler eine Werbung in den Briefkasten bekomme mit dem Versprechen: 5 Euro - geschenkt!, dann lohnt es sich, genauer hinzuschaun. Denn meist steht im Kleinstgedruckten: Bei einem Bestellwert ab 50 Euro. Oder ich lese: Heute ist Ihr Geburtstag. Wir schenken Ihnen die Versandgebühren. Dann wird sicher die Großzügigkeit irgendwo mit der Bemerkung eingeschränkt: ab xx Euro Warenwert. Dumm auch, sich Zeit zu lassen und den Bonus erst vier Wochen später in Anrechnung bringen zu wollen. Pech gehabt - wieder ein „Geschenk“ mit Verfallsdatum.

Mein Résumé: Geschenke entfalten ihre Wirkung aus freien Stücken, bestenfalls auch ohne Erwartungen. Im wirtschaftlichen Umgang sind sie schlicht falsche Versprechen, da sie stets ohne Vorleistungen nicht zu haben sind.

Schenken

Joachim Ringelnatz (vor 1928)

 

Schenke groß oder klein,

Aber immer gediegen.

Wenn die Bedachten

Die Gaben wiegen,

Sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.

 

Schenke dabei

Was in dir wohnt

An Meinung, Geschmack und Humor,

So daß die eigene Freude zuvor

Dich reichlich belohnt.

 

Schenke mit Geist ohne List.

Sei eingedenk,

Daß dein Geschenk

Du selber bist.


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Graustufen

Unbunte Bilder fallen unter die Kategorie Schwarzweißfotografie, und das, obwohl sie oftmals eher Graustufen als harte Kontraste aufweisen.

Apropos „Kontraste“: Es ist bestechend einfach, komplizierte Sachverhalte oder zwischenmenschliches Beziehungsgestrüpp auf einfache Formeln zu bringen. Gut und Böse zum Beispiel. Unterhaltungsliteratur und TV-Serien basieren auf dieser Dichotomie. Es gibt immer einen abgrundtief schlechten Menschen, der ständig intrigiert und blendet. Der Protagonist ist hingegen von einer fast überirdischen Güte und moralischen Reinheit, um nicht zu sagen herzigen Naivität. Da stets das Gute siegt, taugen Schnulzen eher weniger als Erklärungsmodell für das Weltgeschehen.

Die Welt in Kontraste einzuteilen, eignet sich aber hervorragend zur Manipulation einfacherer Zeitgenossen. In George Orwells dystopischer Fabel aus dem Jahre 1945 „Farm der Tiere“ zum Beispiel dient im neugeschaffenen tierischen Gemeinwesen das oben beschriebene Schema als Führungsstruktur. Alles, was die verhaßten Menschen taten -  vor der Revolution waren sie die Herren der Farm und üble Tierschänder - ist schlecht: In einem Bette schlafen, aufrecht gehen, Alkohol trinken …

Deshalb die klare Ansage, die vor allem für die Schafe einfach zu merken ist: „Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht“. Die geistigen Führer der frühkommunistischen Tierfarm, die Schweine, merken allerdings bald, daß diese Schwarzweißmalerei zwar geeignet ist, die doofen Schafe, ehrlichen Rindviecher und eitlen Ziegen in Schach zu halten, keinesfalls aber ihrer eigenen Bequemlichkeit dient … und so formulieren sie Ausnahmen, Graustufen sozusagen, die ihren Bedürfnissen entgegenkommen! *)

Fassen wir zusammen: Widersprüchliches zugunsten einer für rein gehaltenen Lehre auszuklammern, ist sowohl Methode für Schnulzen als auch Grundlage aller gängigen Ideologien und funktioniert von der Antike bis heute ganz wunderbar.

Folgt daraus: Schnulzen ansehen ist an sich noch nicht gefährlich, aber wer sich die Freiheit des Denkens bewahren will, hüte sich vor allzu einfachen Erklärungsmodellen in Schwarzweißmalerei!

Fotografisch gesehen aber eine ungemein reizvolle Technik …

*) siehe Farm der Tiere/ Rezension

G.S. 2018

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Auf der Suche nach dem verschwundenen Tacho

Paul de Fries, 2022

Es gibt unzählige Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind. Unseres hatte mittlerweile 240 000 Kilometer auf dem Tacho, war leicht astmathisch und neigte zu gelegentlicher Arbeitsverweigerung. Also mußte nach rund einem Dutzend Jahren ein neues her. Wir freuten uns über einschwarzglänzendes Prachtstück mit tausenden von Extras, über die folgend zu reden sein wird. Jedenfalls verlief das erste Kennenlernen, die Bedienung von Steuerrad und Bremse wie gewohnt, die Räder rollten, die Türen schlossen. Der Neue machte was her, und man konnte mit ihm Unmengen von Bierkästen transportieren. Außerdem verhalf die Automatik dem linken Bein zur verdienten Untätigkeit. Was konnte einem da noch passieren, dachten wir uns. Eine ganze Menge, wie sich schnell herausstellte!

Zunächst galt es, das ca. 500seitige Handbuch in irgend einer Form zur Kenntnis zu nehmen. Durchlesen - unmöglich. Situativ benutzen, was sonst! Zum Beispiel an einem schönen Sonntag Vormittag statt Sonnenschein-Spaziergang studieren, weshalb das Display auf einmal nicht mehr den Tachometer anzeigt, sondern nur noch den Abstand zum vorausfahrenden Wagen. Natürlich kommt man zur Not auch ohne Tacho aus. Aber etwas ungewohnt ist es schon und unter Umständen auch kostspielig. Und so bemühte ich mich, der Sache auf den Grund zu gehen.

Besagte Enzyklopädie also kennt den Begriff „Tachometer“ nicht, wohl aber „Multifunktions-Display“ mit einer Million verschiedenen Kombinationen, verteilt auf drei berührungs-sensitive Flächen unterschiedlicher Größe, zwei Haupt-, vier Nebenschalter - alle zum Kippen - sowie vier witzige Module zum Rollen, die man aber auch drücken kann. Die Auswahl an Helferchen war also vielfältig. Und das war ein Problem. Denn nach intensivem Suchen quer durch jede Menge Klein-Programme war der Tacho immer noch nicht gefunden, dafür die Seitenspiegel eingeklappt und das Radio auf dauerhaft stumm geschaltet. Doch plötzlich, ohne daß ich noch wußte, wo ich gedrückt, gewischt, gerollt hatte, leuchtete in einer Ecke des Bildschirms eine digitale Geschwindigkeitsanzeige auf. Immerhin etwas.

Einem IT-affinen Wesen wie mir war das aber nicht genug. Tacho und Drehzahlmesser sollten einfach da sein. Punkt. Sozusagen alternativlos.

Was tut also der Experte in solchen Fällen - genau! Das System auf Werkseinstellung zurücksetzen. Es ging problemlos, denn das Stichwort fand sich in besagtem Konvolut leicht. Gesagt - getan. Nur staunte ich jetzt Bauklötzer, denn sämtliche Beschriftungen, Funktionshinweise, Bedienungsanleitungen etc. gab es nunmehr auf Polnisch. Das Auto war folglich in unserem Nachbarland erstmals zugelassen. Da half jetzt auch kein Wutausbruch, Polnisch mußte gelernt werden, im Eilverfahren. Hierbei kann Google einem prächtig unter die Arme greifen. So heißt Sprache übrigens język, Heizung ogrzewanie, Kombischalter przełącznik kombinowany usw. Natürlich dauert es etwas, bis man das Nötigste drauf hat, um den Pfad „Sprache: Deutsch“ zu finden. So konnte ich den kompletten Inhalt glücklicherweise wieder auf meine Muttersprache umstellen. Was schon mal ein Erfolg war, ich aber immer noch nicht wußte, wie ich meine Suche nach dem Tacho neu gestalten sollte. Aber da gibt es ja noch viele Sonntage, an denen andere spazierengehen anstatt Polnisch zu lernen. Man ist ja noch jung.

Nun möchte ich den geneigten Leser nicht langweilen, denn ich hatte irgendwann Erfolg. Der Tacho fand sich - in abgeänderter Form und ohne Drehzahlmesser - in der Rubrik „Erlebniswelt“ unter „Standard“. Doch leider war der Anlaß zur Freude limitiert. Jetzt mußte geklärt werden, weshalb das bockige Auto nicht mehr beschleunigt, wenn man versehentlich über eines dieser winzigen Displays am Steuerrad wischt. Hierbei fiel mir der tröstende Spruch von einem alten Freund ein: „Auto fängt mit „AU“ an und hört mit „O“ auf. Meine Lernfähigkeit hatte mit der Suche nach dem verschwundenen Tacho einen enormen Impuls erfahren.

Vielleicht noch ein Schlußsatz - zur Warnung und damit sie keinen wichtigen Termin verpassen: Wenn sie vom System zu einem Update aufgefordert werden, schauen sie zu, daß die nächsten 15 bis 45 Minuten zur freien Verfügung sind. Die Zündung muß aktiv sein, der Wagen kann nicht verlassen werden. Deshalb: Haben Sie immer ein gutes Buch oder - zu Zweit - ein Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zur Hand. Sie werden es für die Zeit des Wartens brauchen.

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Rätsel Nr. 37

Fromme Männer

In der Mitte des ersten Jahrtausend nach Christi beschlossen irische und schottische Mönche, die Verbreitung des Christentums in die eigenen Hände zu nehmen. Sie fanden Unterstützung bei den fränkischen Königen und gründeten Klausen und Klöster gerade auch bei uns im süddeutschen Raum.

Einer der Wandermönche war ein bedeutender Städtegründer, über dessen Leben von den Mönchen Wetti und Walahfrid ausführlich berichtet wird. Unklar bis heute ist, ob der Besagte irischer Abstammung gewesen sei oder eher aus dem elsässischen Raum stammte. Wobei das im folgenden keine bedeutende Rolle spielt, denn es geht um folgendes: Unser Mönch geriet mit seinen Begleitern auf der Suche nach reichen Fischgründen hier am Bodensee in ein schreckliches Gewitter, das die Beteiligten jedoch lebend überstanden. Zu Ehr’ und Dank der sie beschützenden Gottesmutter beschlossen sie, aus Baumstämmen eine Kapelle zu bauen. Dieser Kapelle gaben sie einen Dankesnamen, der auf ihre Herkunft hinwies.

1️⃣  Also - um welchen Ort handelt es sich hier?

2️⃣  Wie hieß der Mönch, der das Unwetter überlebte?

3️⃣  Wie lautet der heutige Name der Kirche, die am Ort der Kapelle errichtet wurde?

➥➥➥ Schreiben Sie uns, wir sind gespannt auf die Lösung!

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UnterhaltungsWert - für lange Winterabende

Film-Komödien - von Altmodisch bis Zeitkritisch

 

Paddington

GB 2014, R: Paul King, deutscher Sprecher für Paddington: Elyas M’Barek

Contra

DE 2020, R: Sönke Wortmann, D: Nilam Farooq, Christoph Maria Herbst

Manche mögen’s heiß 

US 1959, R: Billy Wilder, D: Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemon

Loriot: Pappa ante Portas

DE 1991, R: Loriot, D: Loriot, Evelyn Hamann, Orttrud Beginnen, Irm Hermann

Willkommen bei den Sch’tis

FR  2008, R: Dany Boon, D: Kad Merad, Dany Boon, 

Blondinen bevorzugt

US 1953, R: Howard Hawks. D: Marilyn Monroe, Jane Russell

Frau Müller muß weg

DE 2015, R: Sönke Wortmann, D: Anke Engelke, Justus von Dohnányi, Gabriela Maria Schmeide

Frauenarzt Dr. Prätorius

DE 1950, R: Curt Goetz, D: Curt Goetz, Valérie von Martens, Erich Ponto

Schtonk

DE 1992, R: Helmut Dietl, D: Uwe Ochsenknecht, Götz George, Christiane Hörbiger, Harald Juhnke, Ulrich Mühe, Veronica Ferres, Martin Benrath, Rolf Hoppe, Georg Marischka, Rosemarie Fendel, Wolfgang Menge, Armin Rohde … 

Good Bye, Lenin

DE, 2003, R: Wolfgang Becker, D: Daniel Brühl, Katrin Sass

Tatsächlich … Liebe

GB 2003, R: Richard Curtis, D: Colin Firth, Hugh Grant, Emma Thompson, Liam Neeson, Bill Nighy, Keira Knightly

Monsieur Claude und seine Töchter

FR  2014, R: Philippe de Chauveron, D: Christian Clavier, Chantal Lauby 

Alles auf Zucker

DE 2004, R: Dani Levy, D: Henry Hübchen, Hannelore Elsner

Eins, Zwei, Drei

US 1961, R: Billy Wilder, D: Horst Buchholz, Ralf Wolter, Lilo Pulver, James Cagney, Pamela Tiffin, Hanns Lothar, Hubert von Meyerinck

Alles inklusive

DE 2014, R: Doris Dörrie, D: Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Axel Prahl, Stefanie von Poser

Der Teufel trägt Prada

US 2006, R: David Frankel, D: Anne Hathaway, Meryl Streep, Emily Blunt, Stanley Tucci

Der Vorname

DE 2018, R: Sönke Wortmann, D: Florian David Fitz, Christoph Maria Herbst, Caroline Peters, Iris Berben

Notting Hill

GB 1999, R. Richard Curtis, D: Julia Roberts, Hugh Grant, 

Der dritte Frühling

US 1995, R: Howard Deutch, D: Walter Matthau, Jack Lemon, Sophia Loren, Daryl Hannah


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Literarischer Bodensee 

"Das Fürstenhäusle in Meersburg bietet eine grandiose Aussicht über den Bodensee. Hier lebte im 19. Jahrhundert die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Das Haus gibt mit authentischer Einrichtung aus der Zeit des Biedermeier einen charmanten Einblick in ihr Leben und Werk..."  -  zum Fürstenhäusle

Literarischer Bodensee (2) 

Das Gebäude, in dem sich heute das Hesse Museum befindet, ist ein ehemaliges Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert. Es befindet sich in 78343 Gaienhofen und ist unbedingt einen Besuch wert!

zum Museum

Ein Bücherwurm

Es war einmal ein Wurm im Walde

Der fror so sehr - es war so kalde!

Da macht er auf sich in die Stadt

Und hofft, daß es ein Ende hat

Mit Frieren, Zittern, Bibbern, Klappern,

Mit Brennholz sammeln und mit Schnattern.

Er streunt an einem Haus entlang

Das ist so groß, es ward ihm bang!

Doch nein! Ein winzig-kleiner Spalt 

der Eingangstür gebietet Halt!

Er schlüpft hinein - ganz flugs zuweg! -

Und landet in der Bibliothek!

Dort, zwischen Dante und Herrn Dahn

Lebt er als Bücherwurm fortan.

Gerdi Scherer


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